Gleitsichtgläser im Vergleich zu Einstärkengläsern

Das Bild zeigt eine Brille und die Wörter Einstärken oder Gleitsicht im Vergleich

In diesem Artikel lernen Sie die Vergleiche zwischen Einstärkengläsern und Gleitsichtgläsern kennen. Diese Vergleiche ändern sich mit zunehmendem Alter.

Einstärkengläser bieten Ihnen das größte scharfe Sichtfeld. Im Vergleich zu Einstärkengläsern haben Gleitsichtgläser mehrere Sehstärken. Sie haben zusätzlich zur Fernzone eine Lesezone. Die Sichtfelder sind hier eingeschränkt. Aber Sie brauchen die Brille nicht zu wechseln, um in die Ferne zu sehen oder lesen zu können.

Was ist der Unterschied zwischen Einstärkengläsern und Gleitsichtgläsern?

Gleitsichtgläser haben ihre Lesezonen in der Regel nur in der unteren Hälfte der Gläser (außer bei Sonderanfertigungen). Im Gegensatz dazu haben Einstärkengläser ihre Lesekraft auf dem gesamten Brillenglas. Wenn Sie also an etwas über der Kopfhöhe arbeiten und Sie einige kleine Details sehen müssen, funktionieren Gleitsichtgläser nicht.

Da Sie bei Gleitsichtbrillen nicht durch die Lesezone sehen können, müssen Sie auf Einstärken-Lesebrillen umsteigen.

Einstärken- und Gleitsichtbrillen

Einstärkengläser sind in den meisten Fällen günstiger als Gleitsichtgläser. Mit zunehmendem Alter werden diese Preisunterschiede oft größer. In den meisten Fällen sehen die Menschen bei wirklich hochwertigen Gleitsichtbrillen einen Unterschied zu günstigeren Brillengläsern.

Das hängt in der Regel mit der Höhe des Nahzusatzes, dem Add-Wert bei Ihrer Gleitsichtbrille zusammen. Ist er höher, als 1,75dpt dann werden Sie von höherwertigen, individuell angefertigten Gleitsichtgläsern profitieren. Selbst wenn Sie für die Ferne nur geringe Sehstärken benötigen.

Bei Einstärkengläsern, die geringere Werte von unter 2 dpt aufweisen, sehen die Brillenträger nicht unbedingt den Unterschied zwischen einem erstklassigen Einstärkenglas und einem preiswerteren Brillenglas.

Der Grund dafür ist, dass Einstärkengläser im Vergleich zu Gleitsichtbrillen viel weniger Verzerrungen in der Peripherie aufweisen. Daher ist es oft nicht notwendig das Brillenglasdesign maximal anzupassen. Das ist allerdings von Fall zu Fall individuell abzuwägen.

Einstärkengläser sind teilweise schon fertig beschichtet im Lager bei den Herstellern und haben deshalb oft eine kürzere Lieferzeit als Gleitsichtgläser. Denn Letztere müssen stets für Sie angefertigt werden.

Sie können Ihre Gleitsichtgläser optimal nur in aufrechter Körperhaltung einsetzen. Sobald Sie sich auf die Couch legen und ein wenig fernsehen wollen, führt dies zu verschwommenem Sehen. Der Grund dafür ist Ihre veränderte Körperhaltung. Wenn Sie liegen verwenden Sie nicht die optimalen Sehbereiche mit der Gleitsichtbrille.

Sobald Sie durch die untere Glashälfte der Gleitsichtgläser blicken nutzen Sie das Lesefeld. Und das macht Ihre Sicht auf den Fernseher dann verschwommen.

Unscharfe Sichtfelder bei Einstärken- und Gleitsichtbrillen

Wenn Sie jedoch in eine aufrechte Position wechseln, wird dies kein Problem mehr darstellen. Im Gegensatz zu Gleitsichtgläsern können Sie sich oft so bequem auf dem Sofa positionieren, wie Sie wollen. Sie können mit Ihrer Einstärkenbrille immer noch klar sehen. Aber wahrscheinlich können Sie mit diesen Einstärkengläsern oft nicht lesen.

In der Regel können Sie Blickbewegungen mit einer Einstärkenbrille in alle Blickrichtungen sehr frei durchführen. Wenn Sie jedoch sehr unterschiedliche Brillenstärken benötigen, ist ihr Sichtfeld in den meisten Fällen auch hier auf den Mittelpunkt der Gläser vor Ihren Augen bezogen.

Denn nur dann haben Sie keine Nebenwirkungen die zu Anstrengungen, Kopfschmerzen oder gar Doppelbildern führen könnten.

In vielen Fällen werden dann mehr Kopfbewegungen in eine bestimmte Richtung ausgeführt.

Mit Gleitsichtbrillen ändert sich das völlig. Jetzt sind Sie gezwungen, nach unten zu schauen und diese Mittelpunkte ohne Nebenwirkungen zu verlassen. Sonst kommen Sie nicht in die Zone für Fernsicht oder zum Lesen. Der perfekte Punkt zur Vermeidung von prismatischen Effekten liegt bei Ihren Gleitsichtgläsern immer 4 mm unter der Fernzone.

Daher werden Sie diesen Punkt im Vergleich zu Einstärkengläsern nur selten benutzen. Denn dieser Punkt enthält die Sehstärke für den Zwischenbereich oder die Laptopdistanz in der Gleitsicht. Weder die Ferne noch die Nähe wird hier scharf gesehen.

Nachdem Sie nun über die Unterschiede in den Brillenglasdesigns von Gleitsichtbrillen im Vergleich zu Einstärkengläsern gelesen haben, kann dies Ihre Rahmenauswahl beeinflussen. Sie werden bei der Auswahl von Brillenfassungen für Gleitsichtgläser etwas eingeschränkter sein im Vergleich zu der Auswahl für Einstärkengläser.

Die Gläser sollten Ihnen eine Mindesthöhe von 14 mm von dem Punkt, an dem Sie durch die Gläser in die Ferne schauen, bis zu dem Punkt, an dem Sie beim Lesen nach unten schauen, bieten.

Rahmenwahl

Die Fassung auf dem Bild hier oben ist eine gute Wahl für Einstärkengläser, aber eine schlechte Wahl für Gleitsichtgläser.

Natürlich sind die Möglichkeiten bei Gleitsichtgläsern groß, eine Auswahl an Fassungen zu wählen. Wenn Sie jedoch nach einer sehr geringen Höhe für die Fassung suchen, kann Ihre Auswahl bei Gleitsichtgläsern wirklich begrenzt sein.

Wenn Sie momentan 40 Jahre alt sind, werden Sie vielleicht feststellen, dass das Lesen in der Nähe etwas schwieriger wird. In diesem Alter wird es Ihnen leicht fallen, zum ersten Mal Gleitsichtbrillen zu tragen. Denn sie bieten Ihnen bei einer geringen Leseunterstützung ein weites Sehfeld.

Ihnen ist es also möglich mehr Blickbewegungen zu machen, ohne dabei direkt in die unscharfen Bereiche der Gleitsichtgläser zu kommen. Dennoch werden Sie wahrscheinlich wenige Tage brauchen, um sich an die neue Gleitsichtbrille gewöhnt zu haben.

Im Vergleich dazu findet die Anpassung an Einstärkengläser oft spontan und direkt statt. Dafür haben Sie allerdings nur eine Entfernung scharf und müssen zwischen den Brillen wechseln.

Viele Brillenträger sind genervt von der Tatsache, dass sie ständig zwischen Einstärkenbrillen wechseln müssen, um arbeiten oder lesen zu können. Mit Gleitsichtbrillen müssen Sie nicht wechseln. Sie müssen nur nach unten blicken oder geradeaus, um die richtigen Bereiche zu verwenden. Im Handumdrehen sehen sie im Nahbereich oder der Ferne völlig klar. Das ist sehr bequem und schnell.

Wenn man die 50 Jahre erreicht, verlieren die Augen mehr und mehr ihre Fähigkeit, sich auf die Nähe scharf einzustellen. Natürlich kann man das mit mehr Leseunterstützung in der Gleitsicht leicht ausgleichen. In Gleitsichtbrillen wird das Sichtfeld jetzt aber in der Breite des Blickfeldes deutlich kleiner im Vergleich zu einem Gleitsichträger im Alter von 40 Jahren.

Jetzt können Sie oft nur noch 2-3 Spalten eines Artikels in Ihrer Zeitung deutlich sehen. Mit Ihrer Einstärkenbrille können Sie die ganze Zeitung von links nach rechts deutlich sehen.

Klare Sichtfelder bei Computer Gleitsichtbrillen und Einstärken Lesebrillen

Selbst die preisgünstigsten Einstärkengläser zum Lesen oder für die Ferne bieten Ihnen ein größeres Sichtfeld im Vergleich zu den sehr hochwertigen Gleitsichtbrillen. Mit mehr Verzerrungen in den Gläsern neigen die Menschen dazu, bei Ihren Gleitsichtgläsern Folgendes zu bemerken.

  • Eingeschränktes Sichtfeld für Augenbewegungen
  • Gerade Linien erscheinen nun gebogen
  • Sie müssen den Kopf viel mehr in die Richtung bewegen, in der Sie scharf sehen wollen

All diese Auswirkungen treten bei Gleitsichtbrillen mit einer stärkeren Leseunterstützung häufiger auf. Jetzt brauchen Sie wegen dieser Effekte länger um sich auf die Gleitsichtbrille einzustellen. Mit einer Lesebrille wird Ihre Anpassungszeit immer noch sehr spontan sein. Mit Gleitsichtbrillen kann die Anpassungszeit einige Tage bis zu einige Wochen betragen.

Deshalb werden ab einem Alter von 50 Jahren meist mehrere Brillen verwendet. Hier kommt es dann meist dazu, dass die Gleitsichtbrille für alle Aktivitäten genutzt wird, die im Alltag schnell gemacht werden müssen. Die Lesebrille wird dann allerdings bei längerem Lesen oder am PC verwendet.

Wenn Sie 60 Jahre alt werden, musste die Leseunterstützung bereits einige Male gesteigert werden (seit Sie mit Ihren Gleitsichtgläsern oder Einstärken-Lesebrillen begonnen haben). Je mehr Leseunterstützung Sie in der Brille haben, desto kürzer wird die Entfernung für eine klare Sicht in der Nähe mit Ihrer Einstärken-Lesebrillen.

Das könnte dazu führen, dass Sie Ihre Körperhaltung mit einer Einstärkenbrille am PC unnatürlich abändern, um den Bildschirm scharf sehen zu können. Im Vergleich dazu brauchen Sie bei einer Bildschirmarbeitsplatzbrille, die auch eine Gleitsichtbrille ist, Ihre Körperhaltung nicht zu ändern.

Im Brillenglasdesign befindet sich ein sehr großes Sichtfeld, das Ihnen eine kristallklare Sicht für den PC-Bildschirm ermöglicht. Wenn Sie nach unten schauen, verfügen Sie über einen sehr bequemen Lesebereich.

Wie Sie in dem Artikel über Gleitsicht-, und Einstärkengläser sehen konnten ist keine der Varianten perfekt. Beide haben Ihre Einschränkungen und ergänzen sich.

Ich hoffe, dieser kleine Vergleich hat Ihnen ein paar Einblicke gegeben, um besser beurteilen zu können, was Sie beim Kauf Ihrer neuen Brille berücksichtigt haben möchten. Es kommt sehr darauf an, wie viel Leseunterstützung Ihre Augen für den Nahbereich benötigen. Sprechen Sie einfach uns über Ihre Hobbys und Ihre Arbeit. Wir werden Ihnen die Grenzen und Vorteile beider Brillenglasdesigns, die speziell auf Ihren Fall zugeschnitten sind, darlegen.

Wir wünschen Ihnen einen großartigen Tag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

6 − zwei =