Können Gleitsichtgläser Schwindel verursachen? Was kann man dagegen tun?

Das Bild zeigt einen Mann mit Brille und den Titel Können Gleitsichtgläser Schwindel verursachen?

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Gleitsichtgläser Schwindel verursachen können und wie dieser reduziert werden kann. Wenn Sie mit Gleitsichtgläsern immer noch Schwindelgefühle haben, werde ich Ihnen alternative Möglichkeiten vorstellen.

Ja, Gleitsichtgläser können Schwindel verursachen. Wenn der Träger empfindlich auf die Veränderungen in der visuellen Wahrnehmung reagiert, die mit Gleitsichtgläsern einhergehen.

Es gibt zwei Hauptpunkte, die bei Gleitsichtgläsern zu Schwindelgefühl führen können. Diese sind:

  • Schiefe Verzerrungen in den unteren seitlichen Bereichen
  • Abweichung des Bildes (prismatische Veränderungen)

Beide Punkte sind bei Gleitsichtgläsern unumgänglich. Aber je nach Ihren Brillenwerten und dem gewählten Brillenglasdesign können sie ein wenig zu Ihrem Vorteil angepasst werden.

Verzerrung und wie man sie bei Gleitsichtgläsern vermeidet

Die Hersteller von Gleitsichtgläsern arbeiten ständig am Design, um Verzerrungen und Unschärfen im unteren Randbereich der Gläser zu reduzieren. Diese Nachteile sind jedoch immer noch vorhanden und können Schwindel verursachen.

Auch bei Brillengläsern der Spitzenklasse. Egal, was das Marketing sagt. Wenn ich von Verzerrung spreche, meine ich eine gerade Linie, die Sie in der unteren Hälfte des Brillenglases als gebogen wahrnehmen. (Siehe kurzer Clip hier unten)

Gebogene Linien bei Gleitsichtgläsern
Diese dargestellten Nebenwirkungen können zu Schwindel führen.

Sie können in der oberen Brillenglashälfte einen Unterschied in Ihrer Wahrnehmung im Vergleich zur unteren Brillenglashälfte sehen. Der Unterschied ist auf dem Clip deutlich zu erkennen. Auf Grund von anderen Abständen der Brille zum Auge wird diese Verzerrung nicht so extrem wahrgenommen. Aber in vielen Fällen ist Sie besonders in der Anfangszeit mit der Gleitsicht da.

Was Sie erhalten, ist das gesamte Bild, das von Ihrem Gehirn kombiniert wird. Das kann natürlich ein Problem sein, bis sich das Gehirn auf den neuen Seheindruck umgestellt hat. In den meisten Fällen erleben Menschen mit Gleitsichtgläsern Schwindelgefühle, wenn sie sich bewegen.

Denn die untere Hälfte der Gläser führt zu einer anderen Bewegung des Bildes als die obere Hälfte. Das ist definitiv verwirrend anfangs. In den meisten Fällen beschäftigt sich das Gehirn mit der neuen Wahrnehmung, und die Normalität stellt sich ein. Die Verzerrungen werden dann nicht mehr zu beobachten sein.

Aber in seltenemn Fällen kann sich der Träger nicht auf die neue Wahrnehmung umstellen. Dann wird das von den Gleitsichtbrillen erzeugte Seherlebnis zu Stress.

Diese Verzerrung wird hauptsächlich durch zwei Faktoren verursacht. Erstens die erforderliche Lesekraft (auch bekannt als ADD Wert auf Ihrem Brillenpass).

Je mehr Sehstärke Sie in der unteren Hälfte der Gläser zum Lesen benötigen, desto verzerrter und unschärfer wird Ihre Wahrnehmung sein, wenn Sie durch die unteren seitlichen Sehbereiche blicken.

Blaue Zonen stellen die Felder dar in der Sie eine verschwommene Sicht erwarten können. Je länger die grünen Linien sind, desto Stärker wird das Bild in die Seitenbereiche verzogen und desto größer sind die Verzerrungen in der Seitenbereichen und desto kleiner wird Ihr klares Sichtfeld.

Dies gilt für jedes Gleitsichtglas auf dem Markt. Unabhängig vom Hersteller.

Zweitens, wenn Sie ein kurzes Gleitsichtglasdesign kaufen, werden Sie ebenfalls mehr Verzerrungen in den Seitenbereichen erhalten. Die Regel lautet: Je kürzer das gewählte Brillenglasdesign ist, desto mehr Verzerrungen werden Sie erfahren und desto kleiner wird Ihr klares Sichtfeld sein.

Bei kurzen Brillenglasdesigns ist der Abstand 12-14 mm von dem Punkt, von dem aus Sie geradeaus in die Ferne blicken, bis zur vollen Leseunterstützung, wenn Sie nach unten schauen. Im Vergleich dazu ist ein langes Gleitsichtglas etwa 18 mm lang.

Wenn Sie also eine weniger schräge Wahrnehmung und ein größeres Sichtfeld haben möchten, müssten Sie sich für das längste Gleitsichtbrillenglasdesign entscheiden. Dieses ist für Sie in Kombination mit der geringsten Leseleistung geeignet.

Hier in diesem Video können Sie die Verzerrungen in der Peripherie sehen, die durch ein Gleitsichtglas verursacht werden.

Die Leseleistung wird auch als Add Wert bezeichnet. +2,00 ist hoch und normalerweise brauchen Menschen im Alter von 50 Jahren un älter diesen Wert. Menschen im Alter von 45 Jahren benötigen in den meisten Fällen einen Add Wert von +1,00 Dioptrien.

In den Jahren dazwischen nimmt dieser Wert mit der Zeit zu. Der Add Wert kann sich jedoch stark verändern und ist von Person zu Person im Alter unterschiedlich hoch. Dies hängt von der Fähigkeit ab, sich an kurze Entfernungen anzupassen. Umso schlechter Ihr Auge sich auf die Nähe scharf stellen kann, umso höher muss der ADD Wert sein.

Abweichung des Bildes (prismatische Änderungen)

Im ersten Teil dieses Artikels sprachen wir über die Formveränderung. Diese ist definitiv ein Problem bei Gleitsichtgläsern und könnte nur für die Zeit des Tragens der Brille vorübergehend zu Schwindelgefühl führen. Aber hier im zweiten Teil sprechen wir über Nebenwirkungen, an die es schwieriger ist sich zu gewöhnen.

Wenn Sie in Ihrem linken und rechten Auge zwei verschiedene Glasstärken benötigen, werden die Objekte, die Sie sehen, auf dem einen Auge etwas höher oder niedriger wahrgenommen als auf dem anderen.

Je nach der von Ihnen benötigten Brillenwerten kann dies ein Problem sein, wenn Sie Augenbewegungen nach oben und unten oder von Seite zu Seite ausführen.

Denken Sie ganz kurz über den Aufbau eines Gleitsichtglases nach. Oben schauen Sie durch die Ferne und nur mit Blickbewegungen erreichen Sie das Nahteil. Sie sind gezwungen, Augenbewegungen auszuführen, um die Zone für die volle Leseunterstützung oder Fernsicht erreichen zu können.

Je höher das Ungleichgewicht von Ihrem linken zu Ihrem rechten Auge ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für Probleme mit vorübergehendem Schwindel. Mit vorübergehendem Schwindel meine ich so lange Sie die Gleitsichtbrille tragen. Wenn Sie diese nicht auf der Nase haben gibt es auch die genannten Nebenwirkungen nicht mehr.

Eine Faustregel besagt, dass Probleme auftreten können, wenn Ihr Ungleichgewicht der Brillenglasstärke in beiden Augen größer als 1,5 Dioptrien ist. Dies ist jedoch eine sehr vage Aussage. Je nachdem, wie empfindlich Menschen sind, können Probleme schon früher auftreten.

In den meisten Fällen gewöhnt sich der Träger von Gleitsichtbrillen an das Ungleichgewicht. Die Augenmuskeln gewöhnen sich an die neuen Bedingungen und das benommene Schwindelgefühl verschwindet.

Wenn nicht, sollten Sie ein kürzeres Gleitsichtglasdesign ausprobieren. Denn bei einem kurzen Gleitsichtglas müssen Sie weniger Augenbewegungen ausführen, um die volle Leseunterstützung zu erhalten.

Aber denken Sie daran, dass dies mit einem Kompromiss verbunden ist. Sie werden die Nebenwirkungen des Ungleichgewichts der Linsenstärke mit dem Preis eines kleineren Sichtfeldes und mehr Verzerrungen den Seitenbereichen bezahlen.

In den meisten Fällen sind die Brillenträger, die noch keine Gleitsichthatten ein wenig unsicher, was sie in einer solchen Situation tun sollen. Hier ein einfacher Tipp.

Je nachdem, wie hoch der Unterschied, der Brillenwerte zwischen beiden Augen ist würde ich eine Gleitsichtbrille empfehlen oder nicht. Bei einem Unterschied von über 1,5dpt wird es off schin schwierig. Aber auch hier gibt es Ausnahmen, die deutlich mehr verkraften. Während der Messung kann man diese Nebenwirkungen nachstellen und beobachten wie Sie reagieren.

Wenn Sie negativ auf dern Untschied reagieren während Sie Blickbewegungen druchführen sollten Sie die Gleitsicht nicht kaufen oder Ihre bestehende Brille nicht mehr trgangen und auf eine Nah und auf eine Fernbrille wechseln.

Dies wäre mein wichtigster Punkt, um den Schwindel zu vermeiden.

Denn an die Schilderungen im ersten Teil wird sich Ihr Gehirn wahrscheinlich nach einiger Zeit auf die neuen Bedingungen umstellen, die Ihnen die Gleitsichtbrille gibt. Im zweiten Teil mit den Nebenwirkungen müssten sich Ihre Augenmuskeln ungleichmäßig anspannen, um die Gleitsichtbrille optimal nutzen zu können.

Dies könnte zu einer unausgewogenen Körperhaltung führen, um die unausgewogene Muskelspannung auszugleichen.

Das könnte zu Problemen im Nacken- und Schulterbereich un Schwindel führen.

Wenn das Gefühl auch dann bestehen bleibt, obwohl Sie Ihre Gleitsichtbrillen nicht tragen, sollten Sie Ihren Arzt um zusätzlichen Rat bitten, um die Ursache zu ermitteln.

Was sind die Möglichkeiten, wenn Gleitsichtbrillen immer noch zu Schwindel führen?

  • Einstärkengläser (zwei getrennte Brillen)
  • Bifokale Gläser
  • Kontaktlinsen
  • Eine Kontaktlinse in Kombination mit einer Gleitsichtbrille

Diese Alternativen betreffen die verschiedenen Punkte, die wir oben erwähnt haben. Wenn Ihnen also die Idee von Gleitsichtgläsern tatsächlich gefällt und das größte Problem, das Ungleichgewicht der Brillenwerte war, wäre die Lösung, eine Kontaktlinse zu tragen.

In einem solchen Fall würden Sie auf einem Auge eine Kontaktlinse tragen. Diese Kontaktlinse passt die benötgten Brillenwerte in den Brillengläsern auf das gleiche Niveau an. Sie haben dann keine Nebenwirkungen mehr wenn Sie nach unten, oben oder in die Seiten blicken.

Nun änderte sich die Einstellung mit der Linse, und Sie könnten Augenbewegungen ohne Probleme ausführen. Aber Sie müssten die Kontaktlinse immer in Kombination mit Ihrer Gleitsichtbrille tragen.

Wenn Sie keine Gleitsichtgläser wegen der Verzerrungen tragen können und es Ihnen nichts ausmacht, eine sichtbare Trennkante in Ihren Gläsern zu haben, können Sie Bifokalgläser verwenden. Sie liefern ein klares Sichtfeld, das so groß ist wie das von Ihnen gewählte Lesesegment.

Die Nebenwirkungen in Bezug aauf die untscheidlichen Brillenstärken können hier ein wenig besser ausgegelichen werden im Vergleich zu Gleitsicht.

Kontaktlinsen sind im Allgemeinen eine gute Alternative, wenn Bifokal- oder Gleitsichtgläser Schwindelgefühle verursachen.

Der Grund dafür ist, dass Sie keine Verzerrungen haben und uneingeschränkte Augenbewegungen ausführen können. Das ist großartig. Aber natürlich hat diese Option auch Nachteile.

Wenn Sie sich für Gleitsichtkontaktlinsen entscheiden, kann es zu eeiner geringeren Sehschärfe kommen. Das bedeutet, dass Sie lesen können, aber die Buchstaben könnten etwas verschwommen aussehen oder Sie könnten einige Schatteneffekte haben.

Für viele Menschen ist dies keine Option. In einem solchen Fall können Sie normale Kontaktlinsen, die ausschließlich die Fernstärke enthalten in Kombination mit einer Lese- oder Computerbrille verwenden.

Und natürlich könnten Sie auch eine Fernsichtbrille und eine Lesebrille kaufen. In einigen Fällen kann dies jedoch aufgrund der unausgewogenen Stärke der Gläser dennoch zu Schwindelgefühlen führen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist viel geringer im Vergleich zu Gleitsichtgläserm

Das sind die Möglichkeiten, wenn Sie mit Ihren Gleitsichtgläsern Schwindelgefühle haben. Ich hoffe, Sie haben die Informationen gefunden, die Sie gesucht haben.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

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